Test Laufradsatz „Loamer“ von Bike-Components

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Die Wintersaison neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Die Meisten sind schon mitten in der Vorbereitung auf die Rennen, auch wenn noch nicht sicher ist wann diese statt finden werden. Langsam wechseln wir auch wieder von den Trainings-Parts auf die Race-Parts und damit werden auch die Carbon-Laufräder aus dem Winterschlaf geholt und statt der Trainingsräder montiert. Zeit um ein Resumé über die „Loamer“ Laufräder von Bike-Components zu ziehen.

Um es vorweg zu nehmen: der „Loamer“ Laufradsatz hat richtig Spaß gemacht. Er hat auffällig unauffällig seine Dienste verrichtet. Ich habe nur die Vergleichsmöglichkeit zu meinem ab Werk montiertem Reynolds Carbon-Laufradsatz. Allerdings fallen die Unterschiede relativ gering aus.

Tubeless Montage der Reifen

Der „Loamer“ Laufradsatz von Bike-Components wird mit allem Zubehör geliefert, das man braucht um die Reifen Tubeless zu montieren. Einzig die Reifen müssen extra geordert werden. Da ich auf meinem Carbonsatz Reifen von Vittoria fahre und damit zufrieden bin, habe ich mich auch für die Wintersaison ein Produkt aus dem Hause Vittoria entschieden: den Barzo in der Größe 29×2,25. Auf Grund des gröberen Profils erhoffe ich mir mehr Traktion in der matschigen Wintersaison.

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Die Montage des mitgelieferten Tubeless-Felgenband von Bike-Components funktioniert völlig unproblematisch. Die mitgelieferten schwarzen Tubeless-Ventile, ebenfalls von Bike-Components, habe ich durch blaue Ventile von Muc-Off ersetzt. Das hat allerdings nur designtechnische Gründe. Als Dichtmilch benutze ich die Race-Milch von Stans NoTubes, die hat sich in der letzten Rennsaison als hervorragend bewiesen.

Die Montage des Reifens auf der Felge war innerhalb von Minuten erledigt. Alles per Hand ohne Reifenheber und ohne Druckluft vom Kompressor, ein Luftstoß von der Handpumpe und der Reifen saß. Klar hängt dabei viel vom Reifen ab, wie willig er das Felgenbett annimmt, aber die Felge spielt ja auch ihre Rolle. Bei der ersten Montage und der dadurch hohen Luftdruckbelastung, konnte man nur geringe Geräusche der Speichen vernehmen, die Laufräder haben durch ihre Handmontage eine hohe Fertigungsqualität.

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Los geht‘s, ab ins Gelände

Die Montage am Rad ist durch die Steckachsen völlig unproblematisch. Selbst die Bremssättel musste ich nicht nachjustieren. Die Laufräder wurden natürlich Standesgemäß bei einem Teamtraining eingeweiht. Dazu trafen wir uns bei Alexander um die schöne Gegend rund um Wuppertal unsicher zu machen. Der erste Eindruck beim losfahren war, dass sich Lenkbewegungen mit den „Loamer“ Laufrädern sehr viel direkter anfühlten. Der Unterschied zu den Carbon-Rädern war schon deutlich spürbar, so dass ich mich auf den ersten Kilometern erst ein mal daran gewöhnen musste. Das Gefühl war aber nicht negativ, sondern einfach nur anders.

Im Laufe der Tour gewöhnte ich mich an das direkte Lenkgefühl. Der erste Anstieg ließ auch nicht lange auf sich warten und die Laufräder konnten ihre Bergauf-Qualitäten unter Beweis stellen. Und das taten sie wirklich positiv. Mein Canyon Exceed ging mit dem Alu-Laufradsatz genauso willig den Berg hoch wie mit den Carbon-Laufrädern. Auf den folgenden Trails konnte ich dann die fehlende Nachgiebigkeit des Alu gegenüber den Carbon-Felgen feststellen, allerdings ohne dass es sich negativ anfühlte. Die „Loamer“ Laufräder fühlen sich steif an, bieten aber die nötige Geschmeidigkeit um auch technische Trails sicher zu meistern. Dabei stecken die Felgen auch Durchschläge locker weg und vermutlich durch das abgerundete Felgenhorn nahm der Reifen keinen Schaden.

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Auf den Lieblingssteigungen bzw in diesem Fall dann Abfahrten der Sophienhöhe zeigten die doppelt gedichteten Rillenkugellager was sie können. Auf den glatten Highspeedabfahrten brauchte ich nur die Bremse zu lösen und schon ging die wilde Fahrt los. Die Rolleigenschaften der „Loamer“ Laufräder sind großartig. Natürlich ist mir bewusst, dass der Reifen bei den Rolleigenschaften eine große Rolle spielt, aber meine Carbonlaufräder mit Reifen mit weniger Rollwiderstand bieten hier keinen nennenswerten Vorteil. Übrigens ein wichtiges Detail möchte ich nicht vernachlässigen: das Freilaufgeräusch. Ich persönlich mag einen lauten Freilauf, dieses Geräusch gehört zum Fahrrad fahren einfach dazu. Und auch hier entäuscht der Laufradsatz von Bike-Components nicht. Der Freilauf bietet ein sattes, knackiges Rattern.

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Fazit „Loamer“ Laufradsatz

Der „Loamer“ Laufradsatz von Bike-Components ist ein toller Alulaufradsatz. Ihn als Zweitlaufradsatz zu bezeichnen wäre ein fataler Fehler, denn er bietet so viele Vorteile und hohe Qualität, dass er wunderbar als Alltags-Radsatz und teilweise sogar als Renn-Laufradsatz eingesetzt werden kann. Über den Testzeitraum von über 1000km hat er keine Schwächen gezeigt. Die Räder laufen immer noch sauber und rund. Apropos sauber: selbst der dickste Matsch und das nasseste Wetter konnte den „Loamer“ nicht beeindrucken. Die Lager rollen wie am ersten Tag und der Laufradsatz lässt sich hervorragend reinigen.

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Die technischen Details der Laufräder lest Ihr bitte in unserer Produktvorstellung nach. Dazu gibt es aber noch einen Nachtrag: neben den 29“ und 27,5“ Laufradsätzen bietet Bike-Components zum gleichen Preis von 399€ auch einen Mullet-Laufradsatz an, bedeutet vorne 29“ und hinten 27“ Durchmesser.


Der Laufradsatz Loamer wurde mir kostenlos für einen Testzeitraum von Bike-Components zur Verfügung gestellt. Bike-Components hat keinen Einfluß auf den Beitrag und die Bewertung des Produktes.

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Ansgar Girsig

Ich bin schon immer Radfahrer gewesen. In meiner Jugend bin ich immer lieber mit dem Rad anstatt mit dem Bus zur Schule gefahren und war auch mit Freunden immer auf dem Rad unterwegs. In der Zeit des Arbeitslebens und der Familienbildung war ich sportlich relativ inaktiv. Nach einer Knieoperation 2014 war das Rad die beste Reha und es hat sich stetig bis zur Sucht entwickelt. Heute geht es nicht mehr ohne Rad und der Wille immer besser zu werden ist mein Antrieb.