Revanche im Duo mit dem Herrn T-Racer
Mr. Wade aka der Bergelefant meldet sich zurück aus der Schladminger Glut. Und das Wichtigste vorab an meinen Teampartner T-Racer: Danke fürs Quälen, Antreiben und den mentalen Arschtritt! Ohne dich wäre diese Alpentour auch diesmal ein Fiasko geworden. Da mein Körper sich noch im 24h-Modus befand, war schnell abzusehen, dass es so richtig hart wird.
In der Klasse Duo Masters 2 (zusammen bringen wir locker über 100 Lebensjahre auf die Waage) ging es auf den vier Etappen mit ca. 200 km und 8.570 HM so richtig zur Sache. Es war heiß, es war steil – aber es gab immer reichlich Trail-Belohnung.
Was die einzelnen Etappen angeht, schließe ich mich Thomas‘ Berichten absolut an – er hat das Ganze perfekt auf den Punkt gebracht. Für mich persönlich war dieser viertägige Ritt vor allem eins: Ein Wechselbad der Gefühle und eine verdammt harte, aber erfolgreich durchgezogene Veranstaltung.
Nachdem ich im letzten Jahr noch unglücklich der Cut-off-Zeit auf der 2. Etappe zum Opfer gefallen war, und uns von vornherein absolut bewusst, dass wir leistungstechnisch inzwischen ziemlich weit auseinander liegen, war das Ankommen absolut im Fokus. Thomas musste sich extrem drosseln, mich aber immer wieder anschieben, motivieren und unterstützen, während ich eigentlich permanent über meine Verhältnisse und am absoluten Anschlag fahren musste.
Egal ob bei der brutalen Hitzeschlacht an der Reiteralm, wo wir uns haarscharf vier Minuten vor dem Limit über den Gipfel gerettet haben, oder beim totalen Laktat-Massaker am Schlusstag hoch zur Schafalm, als bei mir von Anfang an gar nichts ging und Thomas oben rund 8 Minuten auf mich warten musste. Trotzdem haben wir zusammen gefightet. Am Ende sind wir die letzten Meter auf der steilen Schluss-Rampe, Thomas mich pushend (mit einem kleinen Fauxpax) durchs Ziel gefahren.
Wir sind als Duo gestartet und wir haben als Duo gefinisht!
Und als Highlight wurden wir oben auf der Schafalm von der gesamten Coffee & Chainrings-Crew mega empfangen – was für eine großartige Zeit miteinander!

Als Team haben wir trotz des deutlichen Leistungsunterschiede perfekt funktioniert. Von 8 gestarteten Teams in unserer Kategorie Duo Masters 2 haben wir uns an Tag 3 den 6. Platz ergattert und diesen bis zum Schluss nicht mehr hergegeben! Danke, T-Racer, für deinen Support und deine Geduld am Berg. Du weißt halt, was du aus mir rausholen kannst.
Die Alpentour Trophy ist und bleibt eine Mega-Veranstaltung. Die Community, die Strecken und das legendäre Abendbuffet in der Hohenhaustenne lassen das MTB-Herz einfach höher schlagen.
Für mich heißt es jetzt kurz regenerieren, denn in zwei Wochen steht schon das nächste Brett vor der Brust: Das Stöffel Race 24h Solo wartet.
