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Beim ersten Gravelrennen in Singen schien es noch so, dass ich der Spitze der Altersklasse nicht folgen konnte. Mit Platz 5 hatte ich zwar die Qualifizierung für die Europa- und Weltmeisterschaft geschafft, aber da ich das Rennen in den Jahren zuvor gewonnen hatte, fiel das Fazit so aus: Ich habe da noch einiges an Training zu investieren.

Majestic Gravel Rennen

Beim Majestic Gravel Rennen ein Wochenende später in der Schweiz sah es schon ganz anders aus! Dort musste ich zwar auch erst zwei Fahrer ziehen lassen, konnte aber einen von beiden wieder einfangen und freute mich über den zweiten Platz ganz besonders, da ich an den beiden Tagen zuvor auch nicht gerade die beste Vorbereitung für das Gravelrennen an den Tag gelegt hatte. Freitags das Bergzeitfahren und Samstag den Gran Fondo mit 150 km und 3500 Höhenmetern…

Das Majestic Gravel Rennen startete in Aigle und war auf den ersten Kilometern ein reines Tempobolzen! Im Flusstal musste man zusehen, nicht aus der Spitzengruppe herauszufliegen. Doch am Berg zog sich das Feld schnell in die Länge, und man musste zu seinem eigenen Rhythmus und der dementsprechenden Geschwindigkeit finden.

Kurz vorm Pass hatte ich mich von Platz 3 auf Platz 2 vorgeschoben und konnte diesen auch bis ins Ziel sichern. Platz 1 war nicht in Sicht und so fehlte auch die Motivation um noch mal anzugreifen.

3 Rides Winterberg

Nach einer ruhigeren Woche ging es dann zum 3 Rides nach Winterberg. Dort freute ich mich wieder über viele Gesichter und Freunde, die ich kenne. Im Rennen ist man zwar Konkurrent, doch man kann gut zusammenarbeiten, um in der Spitzengruppe zu bleiben. Einer meiner guten Freunde hatte allerdings leider schon zu Beginn des Rennen einen schweren Sturz und schied aus dem Rennen aus.

Zum Ende der ersten von zwei Runden hatte sich eine Fünfer-Spitzengruppe gebildet. Drei Holländer, ein Belgier und ich. Es entwickelte sich ein sehr spannender Kampf in der zweiten Runde. Auf einer steilen Skipisten-Abfahrt wurde man fürchterlich durchgeschüttelt und musste zusehen, dass man den Anschluss nicht verpasst. Auch in den schottrigen scharfen Kurven musste man höllisch aufpassen, um nicht einen schmerzhaften Bodenkontakt zu riskieren.

Am langen Anstieg hinauf zum Kahlen Asten konnte ich mich dann aber von der Spitzengruppe ein Stück absetzen. Sie saßen mir im Nacken, aber irgendwie konnte ich meine letzten verbliebenen Körner einsetzen, um den ersten Platz über die Ziellinie zu bringen.

Fazit: ein sehr gut organisiertes, sehr schönes Gravelrennen! Sehr anspruchsvoll in den Abfahrten, und genauso anspruchsvoll in den zu bewältigenden Höhenmeter.

Houffalize kann kommen.

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