Als Teilnehmer des ADAC Marathon Hannover am 12.04.2026 über die Halbmarathondistanz erhielt ich vorab die Einladung zum Formtest am 15.02.2026 auf dem Gelände des ADAC Fahrsicherheitszentrum Hannover.

Acht Wochen vor dem Wettkampf bietet dieser Termin eine ideale Gelegenheit, den aktuellen Trainingsstand zu überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vorzunehmen, um optimal vorbereitet an den Start zu gehen. Ich entschied mich für die Teilnahme über 10 Kilometer und machte mich am Sonntag bei frostigen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Hannover. Auf dem Verkehrsübungsplatz war eine 2,5-Kilometer-Runde markiert, die insgesamt viermal zu absolvieren war.
Mit gemischten Gefühlen reiste ich an, da sich in den Wochen zuvor eine leichte Reizung der Patellasehne unterhalb der Kniescheibe bemerkbar gemacht hatte. Als Therapie wurden vor allem Kühlung und Ruhe empfohlen, weshalb mein ohnehin schon geringer Laufumfang zuletzt deutlich reduziert war. Ergänzend setzte ich Flossing ein, was die Heilung spürbar unterstützte.
Nach einem 15-minütigen Warm-up ohne Beschwerden stand fest: Ich werde starten.
Mein Ziel war eine Zeit um 50 Minuten, entsprechend einer Pace von 5:00 min/km, also bewusst konservativ gewählt.
Pünktlich um 10:00 Uhr fiel nach einer kurzen Begrüßung der Startschuss und das Feld setzte sich in Bewegung. Schon auf den ersten Metern fühlte sich der Lauf überraschend locker an. Ein Blick auf die Uhr zeigte jedoch 4:30 min/km, deutlich schneller als geplant, aber noch kontrollierbar. Ich blieb aufmerksam, hörte auf mein Körpergefühl und hielt das Tempo zunächst. Die ersten beiden Runden liefen gleichmäßig und ohne ans Limit zu gehen, es fühlte sich an, als wäre noch Reserve vorhanden. In Runde drei nahm ich das Tempo stellenweise leicht heraus, um Kraft für den Schlussabschnitt zu sparen, wo ich gezielt beschleunigen wollte.
Auf dem letzten Kilometer gelang das wie geplant: Ich erhöhte das Tempo auf etwa 4:20 min/km und erreichte nach 47:06 Minuten das Ziel. Mit einer Durchschnittspace von 4:36 min/km über die gesamte Distanz blieb ich deutlich unter meiner ursprünglichen Zielzeit, was ich im Vorfeld nicht erwartet hätte.
Platz 6 AK
Im Endergebnis bedeutete das Platz 6 in der Altersklasse M50. Gleichzeitig bestätigt das Resultat meine Leistung beim Emmerthaler Silvesterlauf und ist ein klarer Hinweis, dass die Vorbereitung auf mein Halbmarathondebüt in die richtige Richtung läuft.
Die wichtigste Erkenntnis zum Schluss: Das Knie hat problemlos gehalten und blieb vollständig schmerzfrei.
