Supersapiens, die Zukunft im Ausdauersport?! +++Sensor kleben und Inbetriebnahme+++

Supersapiens Tim cut

Kooperation: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit einem unserer Partner entstanden. Alle Eindrücke und Meinungen sind selbstverständlich hiervon nicht beeinflusst worden, denn wir gehen generell nur Kooperationen mit Partnern ein, die zu uns passen.

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Was ist Supersapiens?

Dabei handelt es sich um einen Biosensor, der über eine kleine Nadel den Blutzuckerspiegel permanent misst und diese Daten per Bluetooth, bzw. NFC an das Handy, bzw. die kostenlose Supersapiens App live überträgt.
Auch eine Übertragung an Bluetoothfähige Garmin Sportuhren ist bereits möglich.

Wir rechnen des Weiteren kurzfristig auch mit der Kopplung von Garmin Radcomputern und Wahoo Geräten, da Wahoo erst vor kurzem bei Supersapiens investiert hat und die Erweiterung auf Garmin Radcomputer nur eine logische Konsequenz nach dem Launch für die Sportuhren darstellt.

Ziel der Datenerhebung soll sein, die Ernährung und ihre Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel zu verstehen und so bessere Entscheidungen hinsichtlich der Ernährung vor- während und nach dem Training/Wettkampf treffen zu können.
Des Weiteren kann man insbesondere im Ausdauersport und langen Wettkämpfen durch die Live Ansicht einer unbemerkten Unterzuckerung vorbeugen, da sich diese durch einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel ankündigt und man so rechtzeitig gegensteuern kann.

Wie nutzen wir von Coffee-and-Chainrings Supersapiens?

Das Coffee and Chainrings Team hat die Möglichkeit die Sensoren als Partner von Supersapiens zu testen.
Tim, unser Ultracycling Spezialist für die Langstrecke und Etappenrennen nutzt den Sensor seit mitte Mai bis Saison ende und wir werden Euch hier auch direkte Erfahrungen aus 24h Solo Rennen und der Maxxis Bike Transalp geben können.

Des Weiteren wird auch Tims Trainer Torsten von PMP-Coaching die Daten sammeln und versuchen eine Korrelation und sinnvolle Rückschlüsse aus der Blutzuckermessung in Verbindung mit den sonstigen Daten wie Herzfrequenz und Leistungsmesser ziehen.

Neben Tim nutzen testweise für einige Wochen jeweils auch weitere Sportler unseres Teams die Sensoren  und werden von Ihren Erfahrungen berichten.

Lieferumfang und App

Als erstes steht die Installation der App an, die für iOs und Android Geräte verfügbar ist.
Wichtig: Wenn Ihr ein Android Phone habt, braucht Ihr mindestens Android 8 oder höher, um die App installieren zu können.

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Eine Desktopversion der App gibt es aktuell nicht. Die Installation ist gewohnt einfach und unproblematisch.
Der Glucose Sensor benötigt für die Inbetriebnahme und etwaiges nachträgliches (wenn das Handy nicht in Reichweite war) herunterladen von Glucose Messwerten einen aktiviertes NFC und für die Erfassung der Echtzeitdaten muss Bluetooth aktiviert sein, da diese darüber übertragen werden.

Wenn Ihr den Sensor von Supersapiens bekommt, dann erhaltet Ihr neben dem Sensor noch sogenannte Patches, die zum Schutz des Sensors bei Sport oder sonstiger erhöhter, mechanischer Belastung um den Sensor geklebt werden und diesen vor abreißen schützen.

Eine sinnvolle Ergänzung, wenn man bedenkt, dass der Sensor nicht ganz preiswert ist und nicht wieder neu aufgeklebt werden kann.

Kleben des Sensors

Das Kleben des Sensors ist denkbar einfach. Man entnimmt der Verpackung die Montagehilfe, in der bereits die elektronische Einheit positioniert ist und drückt mit leichter Kraft die Nadeleinheit mit Klebepad darauf.

Dabei kann nichts schief gehen, wenn man vorab darauf achtet, dass die Markierungen auf den zwei Teilen sich überdecken. Ist dies der Fall, dann drückt man die Nadeleinheit mit Druck bis zum Anschlag in die Montagehilfe.

Nun solltet Ihr die Stelle, an der der Sensor geklebt wird gut mit Seife waschen, anschließende mit Alkohol reinigen (wichtig: Es ist kein Reinigungstuch oder ähnliches im Set enthalten) und komplett abtrocknen lassen. Bitte achtet darauf, dass der Reiniger oder die Seife keine rückfettenden Zusatzstoffe haben. Je fettfreier und reiner die Stelle ist, umso besser hält der Sensor.

Ich klebe den Sensor so, dass er auf dem linken Arm ist (ich bin Rechtshänder) und seitlich hinten knapp unterhalb des Schultermuskelansatzes liegt. Dort ist er im Alltag meist auch vom T-Shirt gut verdeckt und wird mechanisch nur gering belastet.

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Jetzt wird es ernst:
Wenn die Stelle komplett abgetrocknet ist, positioniert ihr sauber und gerade die Montagehilfe und drückt nach der sauberen Positionierung diese nach unten.

Der Sensor wird nun durch eine Feder automatisch und blitzschnell auf den Arm „geschossen“.
Ich kann euch beruhigen, dass man dies absolut nicht bemerkt. Das hat mich überrascht und rückwirkend beruhigt.
Ich habe vorsichtshalber noch händisch nachgedrückt (was vermutlich keinen zusätzlichen Effekt hatte).
Nun zieht man die Montagehilfe senkrecht nach oben ab und der Sensor ist fertig positioniert.

Inbetriebnahme des Supersapiens Sensors

Nun seid ihr fast fertig und könnt den Sensor mit der App koppeln.
Zunächst müsst Ihr an Eurem Handy NFC (Near Field Communication) und Bluetooth aktivieren.
Nun öffnet Ihr die App und findet dort ihr im oberen Bereich des Bildschirms einen Button mit dem ein neuer Sensor hinzugefügt werden kann.

Nachdem ihr auf diesen gedrückt habt, müsst Ihr per NFC den Sensor in der App registrieren.
Nach der erfolgreichen Registrierung teilt Euch die App mit, dass der Sensor erfasst ist und sich noch aufwärmen muss. Dies kann eine Weile dauern.

Nach dieser Phase sollte die Livemessung automatisch beginnen.
Nun ist die Installation des Sensors komplett abgeschlossen und Ihr könnt mit Eurer Datenerfassung beginnen.

Im nächsten Teil unserer kleinen Serie zeigen wir Euch typische Blutzuckerverläufe bei unseren Sportlern und wie Ihr den Supersapiens Sensor in Eurem Alltag nutzen könnt.

5 Gedanken zu „Supersapiens, die Zukunft im Ausdauersport?! +++Sensor kleben und Inbetriebnahme+++“

    1. Ich trage seit 7 Jahren solche Systeme. Erst den Libre (auf dem basiert das oben genannte System) und jetzt den Dexcom G6
      Für Hobbysportler sehe ich keinen Kosten/Nutzen Faktor. Es kostet immerhin 450 € für 3 Monate. Die Blutzuckerwerte von gesunden Sportlern schwanken nicht so stark, als das dieses System einen großen Vorteil bringen wird.
      Zudem ist „Echtzeit“ nicht wahr. Es besteht eine zeitliche Verzögerung zwischen dem Blutzuckerwert und dem Gewebezuckerwert, den das System misst. Dieser Zeitunterschied kann bis zu 15 Minuten betragen.
      Weiter fehlt mir hier eine Kalibrierung des Sensor. Diese sind zwar heutzutage schon sehr genau, jedoch kann es ohne weiteres Abweichungen von 20 mg/dL oder mehr geben.
      Die FB Gruppen sind voll von ungenauen FreestyleLibre Messwerten.
      Wenn ihr die Genauigkeit des Systems ermitteln wollt, besorgt euch in der Apotheke für kleines Geld ein Blutzuckermessgerät mit Teststreifen.

    2. Hallo Boris,
      Hallo Dirk

      wir sind auch auf die Resultate und Erfahrungen gespannt!
      Als wir die Möglichkeit bekommen haben das System zu testen haben wir uns tierisch gefreut.

      Wir werden Euch hier in mehreren Beiträgen im Detail über unsere Erfahrungen im (Trainings-) Alltag und bei Wettkämpfen berichten.

      Insbesondere freue ich mich sehr über Deine Erfahrungen und technischen Hintergrundinformationen als Diabetiker Dirk.
      Gerne werde ich da in den nächsten Wochen nochmal im Detail auf dich zukommen, wenn das für Dich in Ordnung ist.

      Der Preis-/Nutzenfaktor ist für Hobbysportler natürlich ein wichtiges Argument und ich gebe Dir Recht, dass die Sensoren eine nicht unerhebliche Investition sind.
      Da muss jeder für sich entscheiden, ob dies gerechtfertigt ist.

      Wir sehen einen potentiell großen Vorteil bei Ultracycling Events, bei denen eine Unterzuckerung durch falsche Nahrungsaufnahme langsam und durch die sonstige Erschöpfung auch unterwartet kommen kann. Aus einem solchen Hungerast ist bei einem 24h Event kaum noch herauszukommen, ohne erheblich Zeit zu verlieren.
      Auch bei Etappenrennen können wir uns im Rahmen der knappen Regenerationszeit einen positiven Effekt vorstellen.

      Grüße,
      Alex

      Wir freuen uns sehr über Eure Meinungen und Feedbacks.

      Grüße,
      Alex

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Alexander Maus