Zwift – Willkommen in Japan

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Das Wetter macht uns im Moment noch nicht wirklich Spaß, scheint der April seine Wetter-Kapriolen noch bis Ende Mai schicken zu wollen. Da passt es sehr gut, dass Zwift uns eine neue Karte in einer neuen Welt spendiert. So wird die Wartezeit auf den Frühling bzw Sommer mit etwas Abwechslung verkürzt. Heute stelle ich Euch kurz die neuen Strecken der Karte Yumezi auf Makuri Islands vor. Dabei geht es nicht nur um die Strecken selber, sondern auch um die Welt, die in meinen Augen sehr gelungen geworden ist.

Yumezi

Die Teaser auf den sozialen Kanälen von der neuen Welt auf Zwift machten schon sehr neugierig und es herrschte bei mir eine gewisse Vorfreude. Habe ich die meisten Strecken der aktuellen Welten mindestens einmal gefahren, deshalb war es Zeit für etwas Neues. Und ich bin vom ersten Kilometer an begeistert.

Japanischer Flair bis in die letzte Ecke

Das Design der neuen Welt Makuri Islands ist wirklich sehr schön und detailreich geworden. Die Asphaltstraßen haben einen fernöstlichen Charakter, dazu fährt man auch im Japan typischen Linksverkehr. Auch die gepflasterten und Schotterwege sind sehr gelungen. Man fährt durch offene Weiten mit flacher Vegetation oder durch drei kleine Dörfer, die wirklich hübsch anzusehen sind. Dabei wurde nicht an traditionellen Details gespart. Die Bewohner tragen Kimonos und man kann durchaus mal an einer Bushaltestelle Bewohner sehen, die sich die Wartezeit mit ein paar Qi Gong Übungen vertreiben. Auf den Brücken am Fischerdorf stehen die üblichen Angler. An den Straßen stehen die Jidohanbaiki, Verkaufsautomaten die in Japan scheinbar an jeder Straßenecke stehen.

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Als Kernstück der Karte sehe ich aber den Anstieg zum Tempel bzw zu einem gigantischen Lebensbaum . Der Wald wird immer dichter und ist gesäumt von Wasserfällen. man fährt über zahlreiche Brücken und dann durch die Wurzeln des riesigen Baumes, unter dem auch der Zielbogen des Tempel-KOMs steht. Der Anstieg besteht auf beiden Seiten aus lockerem Untergrund, aber dazu später mehr. Übrigens lohnt es sich sehr in der Nacht hier zu fahren, dann wird die Stimmung durch ein paar Lichtgeister noch mystischer.

Auch die Fauna ist vielfältig. Von asiatischen Vögeln, über Katzen und mystischen Hunden, bis hinzu fröhlich hüpfenden Wildschweinen ist alles dabei. Glücklicher Weise springt die Sau mit ihren Jungen nicht auf die Straße. ;-) Schaut Euch genau um, in den Ästen gibt es auch einiges zu entdecken!

Klein aber fein – die Strecken

Nun zu den Strecken. 8 ausgewählte Strecken verteilen sich auf rund 80 Kilometer. Natürlich kann man auch in dieser Welt frei fahren und sich so seine eigenen Routen zusammen stellen. Bestimmte Streckenabschnitte sind mit Gravel-Untergrund belegt. Dazu gehört der komplette Teil rund um den Tempel-KOM. Für diesen Streckenabschnitt würde ich ein Gravel- ober Mountainbike wählen, wobei auch hier das gleiche gilt wie immer: es wird nicht einfacher man wird nur schneller! Zusätzlich sind zwei Verbindungsstraßen mit Graveluntergrund. Gravelabschnitte habe ich in der Karte rot markiert.

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Karte markiert

Flat Land Loop – 13 Kilometer / 99 Höhenmeter
Wie der Name schon sagt eine relativ flache Route über Asphalt mit leichten Erhebungen am Anfang und zur Mitte hin leicht ansteigend. Eine schöne Route um Ausdauereinheiten mit geringer Belastung zu fahren. Falls man sich nicht zu einem Sprint am Country Sprint hinreißen lässt. Kurz vor dem Dorf Onsen fängt der moderate Anstieg an, den man durch das Fischerdorf bis hoch zum Schloss fährt, ab da geht es wieder bergab bis zum Zielbogen.

Two Village Loop – 12,8 Kilometer / 88 Höhenmeter
Vom Start fährt man direkt auf ein rund 2 Kilometer langes Gravelsträßchen. Danach biegt man auf die Hauptroute Richtung Dorf Onsen ab, um dann zwei Runden durch die Verkaufsstraßen des Dorfes zu drehen. Achtet auf die Details! Hinter dem Dorf Onsen biegt man auf den zweiten Gravelweg ab, auf dem man dann bis hoch zum Schloss fährt. Hier fährt man eine kurze Schleife durch das Dorf, um eine Bestzeit beim Dorf-Sprint in den Asphalt zu brennen. Dann geht es wieder bergab zum Zielbogen.

Three Village Loop – 10,5 Killometer / 92 Höhenmeter
Die Runde startet am Zielbogen des Country Sprint und biegt links Richtung Castle KOM ab. Der Castle KOM ist eine sehr schöne Strecke, die besonders im letzten Teil sehr schön in Serpentinen hoch zum Schloss führt. Dieser Streckenabschnitt ist wirklich richtig schön gestaltet. Danach rollt man um das Schloss-Dorf herum und hinab durch das Fischerdorf und das Dorf Onsen, um die Runde dann mit einem kraftvollen Country-Sprint abzuschließen.

Countryside Tour – 15,8 Kilometer / 185 Höhenmeter
Wir starten durch das Flachland und nehmen die Route wie bei dem Flat Land Loop. Allerdings biegen wir kurz hinter dem Fischerdorf auf die Gravel-Strecke des Tempel-KOMs ab und fahren diesen bis zum Ende hoch. Für diese Streck eignet sich ein Gravelbike am Besten, da man einen guten Mix aus Asphalt und Gravel hat. Wenn man den mystischen Baum durchquert hat geht es rasant wieder hinab durch das Schloss-Dorf bis zum Zielbogen.

Sea to Tree – 3,2 Kilometer / 107 Höhenmeter
Kurz auf die Fresse! Vom Fischerdorf geht es zum kurzen warm fahren über Asphalt bis zum Start des Tempel-KOM. Gebt alles um Euren KOM zu verbessern! Gravelbike oder MTB ist hier die richtige Waffe für eine Bestzeit!

Spirit Forest – 8,4 Kilometer / 134 Höhenmeter (effektiv 12,5 km / 243 hm)
Wir lieben doch alle Höhenmeter! Bei dieser schönen 8 sammelt man schon Höhenmeter auf dem Lead-In. Den ersten Teil fährt man auf dem Tempel-KOM um dann auf der Hälfte auf die rückwärtige Strecke zu wechseln. Danach einmal durch den Baum und den Tempel-KOM bis zur Hälfte herunter düsen, um dann wieder die Seite zu wechseln und unten rum wieder bis zum Anfang der Gravel-Strecke zu fahren. Dann kann man für den finalen Anstieg zum mystischen Baum alle Kräfte zu mobilisieren! Auch hier macht es ein Gravelbike oder MTB nicht leichter, aber schneller!

Lesetipp!  DANKE für eure Bewerbungen!

Kappa Quest – 9 Kilometer / 139 Höhenmeter (effektiv 12,3 km / 246 hm)
Und noch Mal Höhenmeter! Auf dem Lead-In vom Fischerdorf über den Tempel-KOM hoch zum mystischen Baum kann man sich locker warm fahren und die neuralgischen Punkte einprägen. Volle Konzentration dann bei der Abfahrt hinunter zum Schloss-Dorf und weiter über die Gravel-Passage bis zum Fischerdorf. Und dann Vollgas über den leichten Anstieg durch das Fischerdorf und über den Tempel-KOM um dann hinter dem Zielbogen unter dem Baum mit einer neuen Bestzeit den Konfettiregen zu ernten!

Chain Chomper – 13,6 Kilometer / 184 Höhenmeter
Zwei KOMs und ein Sprint! Klingt nach mächtig Spaß! Wir starten am Zielbogen des Country-Sprint und rollen Richtung Castle-KOM, den geht es dann bis zum Zielbogen im Schloss hoch. Verschießt hier nicht alle Körner, denn nach einer kurzen Verschnauf-Passage geht es den Tempel-KOM hoch! Hier könnt Ihr ein bisschen mehr Druck auf die Pedale geben, denn auf der Abfahrt durch das Fischerdorf und das Dorf Onsen könnt Ihr die Kräfte für den Country-Sprint sammeln, an dessen Zielbogen die Route endet!

Richtig gut!

Ich hatte richtig Spaß beim befahren der neuen Strecken von Yumezi auf Makuri Islands. Eine schöne Abwechslung zu den “alten” Strecken und Welten. Hier bietet sich genug Potential um sich auch eigene Routen für sein freies Workout zusammen zustellen. Das Design von Yumezi ist außerordentlich schön. Besonders in der Nacht ist die Auffahrt zum Tempel-KOM sehr schön und auch der Castle-KOM ist wunderschön gestaltet. Der Detailreichtum ist Klasse und man entdeckt bei jeder Fahrt etwas neues. Vom technischen Anspruch her kann die Welt mit den großen Anstiegen in Watopia natürlich nicht mithalten, aber das ist auch nicht notwendig. Yumezi ist meiner Meinung nach die schönste Gast-Welt! Noch bis zum 30.05. ist die Welt online, danach wechselt sie in den normalen Wechsel der Gast-Welten. In Hinblick auf die olympischen Spiele würde ich mir eine Erweiterung um einen Cross-Country Loop wünschen, im Idealfall mit Companion-Lenkung!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim erkunden von Yumezi auf Makuri Islands!

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3 Gedanken zu „Zwift – Willkommen in Japan“

  1. Hallo Ansgar,

    vielen lieben Dank für die brandaktuelle Beschreibung der Japan Welt.

    Obwohl ich kein Zwift Nutzer bin hat mich der Beitrag als Japan Fan neugierig gemacht. Ich musste im besonderen über die Getränkeautomaten am Straßenrand schmunzeln, die tatsächlich in Japan an JEDER Ecke stehen.

  2. Na da bin ich mal gespannt auf den Herbst, wenn ich meine Rolle wieder reaktiviere. Sieht jedenfalls schon mal sehr ansprechend aus.

    Gruß
    Sascha

  3. Ich würde die Welten als “wellig” und “kurzweilig” beschreiben. Man kann den Berg hoch, muss aber nicht. Passt schon.

    Am Ende bin ich aber so ein klassischer Watopia-Fahrer. Die Badges muss man sich natürlich trotzdem holen. :-)

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Ansgar Girsig

Ich bin schon immer Radfahrer gewesen. In meiner Jugend bin ich immer lieber mit dem Rad anstatt mit dem Bus zur Schule gefahren und war auch mit Freunden immer auf dem Rad unterwegs. In der Zeit des Arbeitslebens und der Familienbildung war ich sportlich relativ inaktiv. Nach einer Knieoperation 2014 war das Rad die beste Reha und es hat sich stetig bis zur Sucht entwickelt. Heute geht es nicht mehr ohne Rad und der Wille immer besser zu werden ist mein Antrieb.