Ich hasse Menschen! – Befindlichkeitsprotokoll #11

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Ich hasse Menschen! Alle? Nein! Eine kleine, von sympatischen Menschen bewohnte Filterblase in der weiten Welt, verdient keinen Hass. Aber Hass ist nicht die Grundlage für diesen Artikel, es ist viel mehr meine Schwärmerei, die ich im Befindlichkeitsprotokoll #10 schon angefangen habe. Und dennoch werde ich von beiden Seiten berichten, der dunklen Seite und der hellen Seite!

Ich hasse Menschen

Dieser Satz stammt nicht von mir, sondern ist ein Zitat des Trailgrantlers aus besagter Filterblase. Diese Filterblase befindet sich im Twitteruniversum und in diesem Beitrag wird es um einige Menschen aus dieser Blase gehen. Ich werde dabei aber die Namen verschweigen, in gewisser Weise ein Persönlichkeitsschutz, denn ich möchte die Individuen der Twitterblase schützen und die Harmonie in dieser Gemeinschaft erhalten. Ich werde auch nicht auf alle Menschen dieser Blase eingehen können, das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, ich möchte exemplarisch ein paar hervorheben.

Aber komme ich erst einmal zur dunklen Seite: Ich hasse Menschen ist eine harte Aussage, niemand sollte hassen, es gibt zu viel Hass auf der Welt. Aber diese Aussage soll überspitzt aussagen, wie extrem nervig manche Mitmenschen sind. Ich beanspruche nicht für mich, perfekt zu sein und dass meine Sichtweise die richtige ist, aber ich habe ein großes Ego und behaupte schon einiges richtig zu machen und ich bin der Meinung, dass würden einige Menschen auf dieser Welt mein Verhalten annehmen, diese Welt eine wesentlich bessere wäre. Im Übrigen wäre es ziemlich fatal, wenn ich als Serviceadministrations-Fachkraft in einem Autohaus, Menschen grundsätzlich hassen würde. Wie überspitzt diese Aussage ist, zeigt auch, dass ich ja nur einem drölfizigsten Prozentsatz der Erdbevölkerung begegne und um die Menschen zu hassen, müsste ich sie erst einmal alle kennen.

Ich kann auch negativ schwärmen

Ich treffe immer wieder auf Menschen die sich den allgemein gültigen Regeln widersetzen. Regeln die die meisten von uns für „normal“ halten. Ein Beispiel dass sich erst vorgestern ereignete und schon für Diskussionen in der Twitterblase gesorgt hat: Ich fahre MTB auf einem 3 Meter breiten Schotter-Waldweg. In einiger Entfernung vor mir zwei Menschen mit zwei freilaufenden Hunden. Jetzt muss ich ein wenig ausholen: ich behaupte mich vorbildlich an die Regeln zu halten. Ich reduziere frühzeitig meine Geschwindigkeit, ich mache frühzeitig mit meiner Klingel auf mich aufmerksam, ich bin achtsam und rechne mit allen möglichen Reaktionen: Schreck, Hunde die auf mich zu laufen, Menschen die kreuz und quer versuchen Platz zu machen. Ich habe die Finger an der Bremse und bin bereit jederzeit anzuhalten. ICH halte die Regeln ein!

Meiner Meinung nach machen diese Menschen eine Menge falsch und das führt zu meinem Gefühl, ICH HASSE MENSCHEN! Erstens, warum sind die Hunde im Wald nicht angeleint? Im urbanen Stadtgebiet würden die Hunde automatisch angeleint, da ja Gefahr für die Hunde von Autos und anderen Verkehrsteilnehmern droht und es hektisch ist und die Hunde verloren gehen könnten im großen Gewusel. Im Wald droht den Hunden keine Gefahr, jeden Falls wird in unseren Breitengraden kein 3 Tonnen Bär aus dem Unterholz springen und sie in zwei Stücke reißen. Deshalb können sie frei rum laufen? Klar, denn für die Rehe, Hasen, Eichhörnchen, Wildschweine, Fasane usw ist es völlig normal, dass Hunde im Wald rum laufen, denn die wollen ja schließlich nur Stöckchen suchen.

Zweitens fehlt den beiden Menschen jeder Sinn für Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit der Umwelt gegenüber. Wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, mache ich ihnen immer klar, dass sie nicht alleine auf der Welt sind und aufmerksam sein müssen, was in ihrer näheren Umgebung passiert, egal ob in der Stadt, im Wald oder im Schwimmbad oder sonst wo. Die zwei Menschen dort im Wald gehen davon aus, dass ihnen der Wald und dieses Stück des Weges allein gehört und sie seelenruhig in ihr Gespräch vertieft durchs Leben gehen können. Ich klingele mir schon minutenlang den Daumen wund aber nichts passiert. Erst 10 Meter hinter ihnen werden sie aufmerksam und dann bricht natürlich Hektik aus, Platz machen, Hunde zusammen rufen. Ich bin ja glücklicher Weise schon aufmerksam und auf jede Reaktion eingestellt. Diese Situation ist exemplarisch für 70% der Begegnungen mit Menschen und Hunden im Wald.

In Bezug auf diese Situation, kann ich aber auch positiv schwärmen: mir sind schon oft Menschen mit Hunden begenet, die Ihre Hunde gut erzogen haben und sich aufmerksam verhalten. Ich klingle frühzeitig, der Mensch mit Hund bemerkt mich, ich verlangsame, der Mensch ruft seinen Hund zu sich oder gibt ihm die Anweisung da wo er ist Platz zu machen, ich fahre mit mäßiger Geschwindigkeit vorbei, wir grüßen uns, tolle entspannte Situation! Für alle! Außer vielleicht für die Wildtiere!

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Menschen zum Hassen gibt es überall

Und ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass der Begriff Hass in diesem Fall überzogen ein Gefühl ausdrücken soll, dass ich nervigen Menschen gegenüber empfinde. Und es gibt sie überall, beim Bäcker, im Supermarkt, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und auf der Autobahn. Rechte Spur ist dabei das Stichwort, ich verstehe nicht warum auf einer mehrspurigen Fahrbahn, die rechteste gemieden wird, als wäre man sofort ein Mitglied der AfD, wenn man dort fährt. Eine Situation in der ich mit Vorliebe Menschen hasse!

Ich möchte viel lieber positiv Schwärmen

Aber jetzt ist genug gehasst! Ich möchte von Menschen positiv schwärmen, das ist viel schöner! Ich bin sparsam beim schwärmen. In meinem persönlichen Umfeld gibt es nur wenige Menschen für die ich wirklich schwärme. So ist es auch in der virtuellen Welt. Über meine Tätigkeit im Blog bin ich glücklicher Weise in besagte Twitterblase geraten. Jetzt ist es ja eine schwierige Sache mit der virtuellen Welt, gerade wenn sie, wie auf Twitter, in 140 Zeichen abläuft.

Es ist natürlich schwierig einen Menschen zu beurteilen, denn man nur über sein Geschreibsel kennt und noch nie persönlich getroffen hat. In diesem Fall muss man sich sein Bild aus dem was der andere Preis gibt, zusammen mit seinem Bauchgefühl machen. Bei mir kommen allerdings noch persönliche Erfahrungswerte dazu, die ich einfach auf andere Menschen dieser Blase übertrage. Die Gefahr dabei ist logischer Weise, dass ich irgendwann enttäuscht werde, aber da ich das weiß, kann ich damit umgehen.

Menschliche Defizite lassen mich schwärmen

In meiner Twitterblase sind viele Menschen, die mit körperlichen Defiziten zu kämpfen haben. Und sie gehen offen damit um. Und die anderen Mitglieder der Blase nehmen die Situation ernst und spenden Trost und geben Kraft. Es gibt ein paar dieser Menschen, für die ich ein Quentchen mehr schwärme als für andere dieser Blase. Da ist zum Beispiel ein Mensch, der einen sehr harten Kampf gegen überflüssiges Körpergewicht führt und sich dennoch nicht unterkriegen lässt und diesen Kampf tagtäglich weiter führt, für den schwärme ich. Oder der Mensch, der jetzt ein Netz in seinem Körper mit sich führt und die Situation rund um das Netz und die äußeren Einflüße dafür gesorgt haben, dass es ihm eine Zeit lang nicht so gut ging. Aber auch dieser Mensch hat mit viel Arbeit geschafft, gestärkt aus der Situation heraus zu kommen. Auch für diesen Menschen schwärme ich.

Und da ist dieser eine Mensch, der eine wirklich schwierige Zeit zu meistern hatte und immer noch hat. Er hat eine wirklich schwere Operation überstanden und meistert die Umstände einer gemeinen Krankheit. Auch dieser Mensch ist mit Stärke aus dieser Situation hervor gegangen und lief vor kurzem einen wirlich erfolgreichen Marathon. Für diesen Menschen schwärme ich auch. Ein weiterer Mensch ist der, der die Probleme beim Laufen zum Anlass nahm, die gesamte sportliche Situation von Grund auf neu zu bewerten und die mit viel Verstand und Achtsamkeit für sich einen Weg gefunden hat, wieder Spaß am Laufen zu haben.

Empathie läßt mich schwärmen

Und davon gibt es viel in dieser Twitterblase. Weit aus mehr als z.B. auf Facebook. Ein Phänomen, dass ich noch nicht ganz durchschaue. In dieser Twitterblase geht es sehr viel empathischer zu, als sonst irgendwo in meiner virtuellen Welt. Ich möchte anmerken, dass es mein persönlicher Eindruck ist und ich nur für mich spreche, es mag durchaus sein, dass andere Menschen auch andere Erfahrungen gemacht haben.

Ich habe aber den Eindruck, dass man sich gegenseitig Ernst nimmt und die Sorgen des anderen Ernst nimmt und vor allem versucht dem Gegenüber zu helfen und sei es auch nur mit tröstenden oder kraftspendenden Worten. Und auch das Gegenteil ist der Fall, wir können uns miteinander über positive Dinge und Leistungen der Anderen freuen, auch ohne direkt die eigenen Leistungen öffentlich als Vergleich heran zu ziehen.

Die Empathie sorgt aber auch dafür, dass es Raum gibt, um sich schlecht zu fühlen und das auch mitzuteilen und das dies einfach mal so ist und wir Anderen das so stehen lassen, denn es darf einem Menschen auch mal schlecht gehen und diese Situation darf auch mal anhalten, auch wenn positiver Zuspruch erfolgt.

Leistungen lassen mich schwärmen

Natürlich! Es liegt in der Natur der Sache, dass meine Twitterblase fast ausschließlich aus Menschen besteht, die Sport betreiben. Und dafür kann ich besonders gut schwärmen. Dabei kommt es nicht darauf an ob es der Mensch ist, der seit über 100 Tagen jeden Tag läuft, oder ob es der Mensch ist, der nur ab zu mal 5 Kilometer läuft, ich schwärme für beide! Logischer Weise auch für Menschen die einen Marathon und mehr laufen können, verrückte Menschen!

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Und ich schwärme für die Menschen, die ein großes Ziel vor Augen haben, ob es ein Ultratrail-Run ist oder ein Transkontinetal-Rad-Rennen und dafür eine Menge investieren. Ich schwärme aber auch für Menschen, die jeden möglichen Tag mit dem Rad zur Arbeit fahren, egal welches Wetter gerade ist oder für Menschen, die ihren Beruf mit der sportlichen Aktivität kombinieren können und in voller Montur ganze Treppenhäuser hoch laufen.

Es gibt auch Menschen außerhalb meiner Twitterblase für deren sportliche Leistung ich schwärme. Es sind Menschen einer bestimmten Gruppe aus der Region Eifel. Alles Verrückte für die ich schon mal grundsätzlich schwärme. Einer dieser Menschen ist aber besonders verrückt, der fährt gerne schon mal 400km mit dem Rad am Stück oder bestreitet ein 24 Stunden Rennen mit einem Singelspeed-Fahrrad als Solo-Starter. Für den schwärme ich auch gerne!

Unterstützung läßt mich schwärmen

Und damit schwärme ich für all die, die Unterstützung bieten, sei es die Lebenspartnerin, die eigentlich selbst eine Herausforderung zu meistern hat und „ihren“ Sportler trotzdem bei jeder Eskapade unterstützt oder die Trainingspartner, die einfach dafür sorgen, dass Motivation vorhanden ist. Ganz besonders schwärme ich für die Unterstützung untereinander in schwierigen Lebenssituationen, davon haben wir gute Beispiele in unserer Twitterblase. Und ich schwärme für die Unterstützung bei technischen Fragen oder Fragen zur Ausrüstung oder Fragen zur Ernährung.

Überhaupt schwärme ich dafür, dass in der Twitterblase Fragen ernst genommen werden und nicht als blöd hingestellt werden. Gerne werden manche Fragen zwar ironisch augenzwinkernd beantwortet, aber nie verletzend. Auch hier kann ich nur meine persönliche Erfahrung anführen.

Ehrlichkeit läßt mich schwärmen

Und mit Ehrlichkeit meine ich, dass einfach mal gesagt werden kann, was man meint. Und das auch so schreiben kann. Ich schrieb zu der oben genannten Situation mit den Hunden „Ich hasse Menschen wirklich“ und das meinte ich in dieser Situation auch so. Klar regte diese Aussage zu einer Diskussion an, aber ich wurde nicht verurteilt für das was ich da gesagt hatte, sondern es wurde darüber gesprochen (geschrieben) so dass jedem dem Beweggrund klar wurde.

Es kann auch jeder ehrlich schreiben, wenn es ihm schlecht geht. Dann wird nicht erwiedert „stell Dich nicht so an“ oder „anderen Menschen geht es auch schlecht“ sondern es wird daruf eingegangen oder es wird gegönnt, dass es auch mal schlecht gehen kann. Auf der anderen Seite, und dafür schwärme ich sehr, wird auch gesagt wenn es einem gut geht! Denn das kommt in der Welt viel zu selten vor, dass man einfach mal sagt „Mir geht es gut“ oder „ich fühle mich wohl“!

Ganz besonders schwärme ich in diesem Zusammenhag auch für unsere Poscaster, die frei Schnauze quatschen und heraus lassen, was sie gerade beschäftigt.

Respekt läßt mich schwärmen

Kurz gesagt Respekt die Ansichten und Meinungen des Gegenübers zu respektieren und dies auch zu zeigen. Die Ansichten und Meinungen des Anderen nicht zu verurteilen und als falsch darzustellen. Auch für mich gilt, es gibt nicht DIE richtige Ansicht oder Meinung, es gibt viele Facetten und alle haben Wert. Ob positiver oder negativer Wert muss jeder für sich selber festlegen und man kann darüber diskutieren, wie gesagt kann, man muss aber nicht über alles diskutieren. Auch das ist eine Art Respekt.

Für heute genug geschwärmt

Wie schon geschrieben, habe ich für bestimmte Menschen mehr geschwärmt, das bedeutet aber nicht dass ich für den Rest aus meiner Twitterblase nicht schwärme oder geringschätziger schwärme. Ich schwärme auch für noch mehr Dinge und Menschen, aber wenn ich das aufschreiben müsste, sollte ich besser ein Buch schreiben.

Und ich schwärme auch für Menschen in meinem realen Umfeld, logisch. Allen voran mein engster Familien- und Freundeskreis. Das sollte auch Erwähnung finden.

Die Welt sollte sich von den Eigenschaften meiner Twitterblase ein gehöriges Stück abschneiden, dann würde vieles besser laufen! Das ist meine Meinung und dafür schwärme ich!

Eure Diva

12 Gedanken zu „Ich hasse Menschen! – Befindlichkeitsprotokoll #11“

  1. Du weißt ja, dass ich einige Punkte in dem Artikel anders sehe. Wir haben ja auf Twitter bereits unsere Argumente ausgetauscht. Ein paar Punkte möchte ich in die Diskussion mit einbringen.

    Warum muss der Hundebesitzer für dich seine Hunde im Wald anleinen, wenn die Gesetzeslage etwas anderes sagt? Soweit ich informiert bin (Stand 2012, keine Ahnung, ob die Rechtssprechung sich seitdem geändert hat) dürfen Hunde in NRW im Wald unangeleint auf allen Wegen herumlaufen.

    Eine Leinenzwang Forderung kommt meiner Meinung nach Ruf nach Verboten für Mountainbiker aufs Trails gleich. Ich kann nämlich nicht erwarten, dass ich mit dem Rad überall hinfahren darf aber andere Waldbesucher in ihrer Freiheit eingeschränkt werden. Und ja, es gibt wirklich nervende Hunde wie es auch nervende Radfahrer gibt.

    Und was deinen Ärger über fehlende Aufmerksamkeit anderer Menschen angeht, so habe ich größtes Verständnis dafür. Aber letztendlich formuliert das Gesetz es vorzüglich und beschreibt Waldbesucher als „Erholungssuchende“ und unter diesen Aspekt finde ich, dass ich als Erholungsuchender auch das Recht habe unaufmerksam zu sein, solang ich niemanden fahrlässig in Gefahr bringe.

    Ja, wir sind uns einig und wir würden uns gleich verhalten im Wald, sowohl als Spaziergänger wie als Radfahrer aber es gibt eben auch noch andere Menschen mit anderen Werten und die Schnittstelle dazu lautet für mich „Erholung“ und nicht „Aufmerksamkeit“. Ich gönne ihnen die Unaufmerksamkeit und nehme als Sportler im Wald Rücksicht darauf.

    Dazu kommt ein weiterer Punkt, nämlich das Radsportler als Spaziergänger die Geschwindigkeit anderer Radfahrer wesentlich besser einschätzen können als Spaziergänger, die wenn sie selbst das Fahrrad benutzen vielleicht 10kmh fahren. Insofern unterstelle ich dem Erholungsuchenden im Wald keine Absicht, keine fehlende Aufmerksamkeit sondern akzeptiere den Umstand, dass es wo verschiedene Wertansprüche aufeinanderprallen zu Missverständnissen kommen kann und wird.

    Deine positive Schwärmerei, lieber Ansgar, bietet mir einen absolut fantastischen Mehrwert und ich musste selbst meine Einstellung in einigen Punkten überdenken. Danke dafür.

  2. Super Artikel muss ich lobende erwähnen ????. Daniel spricht mir aus der Seele und ich kann seiner Sichtweise in der Thematik zu 100% zustimmen.

  3. Hunde im Wald. Das sind doch genau die, die ohne Leine meine kleinen Kinder anspringen sie umwerfen und dann wird gesagt „Seien Sie ihrem Sohn nicht böse, er weiß nicht das der Hund nur spielen wollte“

    Fast wäre da überall Blut gewesen.
    Hunde an die leine oder die Besitzer.

    1. Auch ein Beispiel, wie es tagtäglich passiert. Hunde an die Leine ist in bestimmten Fällen notwendig nicht in allen, ich schreibe da gleich was in einem allgemeinen Kommentar zu. Danke für Deinen Kommentar!

    1. Du stellst es überspitzt dar, aber ja, die grundsätzliche Aussage teile ich mit Dir, auch hierzu schreibe ich was in dem allgemeinen Kommentar.

  4. Ich fahre grundsätzlich langsam an Spaziergängern mit oder ohne Hund vorbei. Das hat zwei Gründe: 1) ich verliere dabei vielleicht eine Minute, aber ich fahr ja kein Rennen. Was ist schon die eine Minute! 2) „wir“ als Mountainbiker sind im Moment eh ein wenig in Verruf als Rowdy abgestempelt zu werden. Wenn ich also langsam und rücksichtsvoll vorbeifahre, kann ich mit meinem Verhalten vielleicht das Image der Biker ein wenig aufbessern.
    Grundsätzlich ist es doch so, dass immer jemand Rücksicht nehmen muss, damit es auf den Waldwegen funktioniert. Ich für meinen Teil bin gerne bereit meinen Teil dazu beizutragen. Im Rennen können wir dann alle ohne Spaziergänger oder Hunde die Sau raus lassen. Da zählt dann ja auch jede Sekunde! :)

    1. Lieber Steve, das sehe ich genauso. Die beschriebene Situation stellt auch eine Ausnahme dar und war explarisch dafür wie sich Hundebesitzer nicht verhalten sollten. Ich kann von mir behaupten grundsätzlich rücksichtsvoll zu agieren, das kann ich auch von den Partnern im Wald oder sonst wo erwarten. Leider ist es so dass wir rücksichtsvollen Biker das Image wieder aufpolieren müssen, dass die Rowdys unter uns versauen. Aber wir geben nicht auf! ;-)

  5. Ich danke Euch für Euer Interesse und Eure Kommentare, hier und auf Facebook. Es war mir vorher klar, aber es ist Schade, dass der negative Teil des Beitrages Reaktionen und Diskussionen auslöst, der weit aus größere positive Teil aber ehr wenig. Aber das liegt in der Natur des Menschen (nicht allen natürlich) die negativen Dinge höher zu bewerten. Es wird viel zu selten das Positive thematisiert und kommentiert. Darüber könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Aber zurück zum Thema.

    Zu der Hundesituation: ich mag Hunde nicht, ich bin ehr der Katzentyp. Das sorgt aber nicht dafür, dass ich Hunden im Alltag negativ begene. Das o.g. Beispiel zeigt ein sehr gutes negatives Bild, wie es oft passiert. Für mich gibt es zwei Sorten Hundebesitzer/Hund-Kombinationen. Die erste ist die, die sich keine Gedanken macht, ob ein Reh die Aufmerksamkeit des Hundes erregen könnte und er dann weg ist und das Reh tot oder ob es noch andere Umweltteilnehmer gibt die mit dem fahrrad oder Pferd oder zu Fuß unterwegs sind und von dem Hund „belästigt“ werden. Diese Kombination hat keine Kontrolle, sprich der Hund hört nicht oder nur ungenau auf die Kommandos oder Anweisungen und er springt unkontrolliert durch die Gegend. Das gefährdet nicht nur die Umwelt sondern auch den Hund selber. Diese Hunde gehören meiner persönlichen Meinung nach an die Leine!

    Der andere Teil hat seinen Hund im Griff, bedeutet der Hund hört auf Kommandos oder Anweisungen. Auch aus der Entfernung. Habe ich auch schon oft erlebt. Ich mache auf mich aufmerksam, werde langsamer, der Hundebesitzer registriert mich, gibt dem Hund einen kurzen Befehl, der Hund bleibt an Ort und Stelle stehen oder sitzen und alle können entspannt mit einander umgehen. Perfekt! oder der Hund wird zu sich gerufen und hört darauf, in diesem Fall warte ich bis der Hund beim Herrchen ist und ich langsam vorbei fahren kann. Auch prima! Für diese Kombination schwärme ich übrigens und habe das auch schon öfters diesen Hundebesitzern gesagt, dass ich toll finde wie der Hund hört.

    Fakt ist, dass ich die gleiche Aufmerksamkeit von den anderen Umweltbenutzern erwarte, wie ich sie zeige und das ist definitiv nicht zu viel verlangt. Man darf als Spaziergänger in ein Gespräch vertieft sein, aber immer mit der notwendigen Umweltaufmerksmkeit. Ich fahr auch nicht durch den wald und bewundere rechts und links die natur und wenn ich, weil ich das mache aus versehen einen Spaziergänger umniete, sage ich „ich hab hier das recht zu fahren, also gucken sie gefälligst dass sie mir nicht im Weg stehen.“ Aber genau das wird von uns Radlern verlangt! Absolute Rücksichtnahme! No way! ICH möchte auch Erholung und bekomme ich nicht wenn ich für andere mitdenken muss!

    Und nur noch so am Rande: wir Biker werden immer wieder beschimpft, dass wir die Ruhe der Waldtiere stören. Hunde nicht? Nee natürlich nicht! Die bleiben ja auf dem Weg und strömen keinen Geruch aus der Waldtiere sehr viel ehr verstört als unsere Reifen oder Schaltungsgeräusche. Und der Hund stammt ja auch nicht vom Wolf ab und die Jagdinstikte schlummern nach im Hund. Alles überspitzt dargestellt! Aber meine persönliche Meinung.

    Im übrigen möchte ich noch kurz anmerken, dass es hier bei uns ein eingezäuntes Naturschutzgebiet gibt, in dem Rotwild und Schwarzwild frei herum läuft. Es gibt den Hinweis an allen Eingängen, dass Hunde anzuleinen sind! 70% der Hundebesitzer halten sich nicht daran! Aber das nur mal so am Rande!

    So und jetzt noch mehr zum lesen! Hier ein paar Links zum Blog vom Sascha Trailrunnersdog, dessen Meinung ich sehr schätze (und hört auch in die Podcast rein, da ist das auch hin und wieder Thema!):

    http://trailrunnersdog.de/2017/04/hund-laeufer-thema-presse.html

    http://trailrunnersdog.de/2017/01/7-tipps-bei-hundekontakt.html

    http://trailrunnersdog.de/2016/02/wie-sollte-ich-mich-als-hundebesitzer-verhalten.html

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Ansgar Girsig

Ich bin schon immer Radfahrer gewesen. In meiner Jugend bin ich immer lieber mit dem Rad anstatt mit dem Bus zur Schule gefahren und war auch mit Freunden immer auf dem Rad unterwegs. In der Zeit des Arbeitslebens und der Familienbildung war ich sportlich relativ inaktiv. Nach einer Knieoperation 2014 war das Rad die beste Reha und es hat sich stetig bis zur Sucht entwickelt. Heute geht es nicht mehr ohne Rad und der Wille immer besser zu werden ist mein Antrieb.