Es ist wieder so weit. Alle Strapazen und Mühen, die wir das ganze Jahr auf uns nehmen, dienen nur einem Zweck: Endlich den Klumpen, unsere Vereinstrophäe, in den Händen zu halten und damit den Titel Vereinsmeister tragen zu dürfen!

Wir haben auf diversen Veranstaltungen unsere Muskeln und Nerven gestählt und das Material bis auf die letzte Schraube getestet, um vor allen Anderen über die Ziellinie bei unserer Vereinsmeisterschaft zu fahren.

Es zeichnet sich allerdings ab, dass es ein schier unmögliches Unterfangen wird, unserem aktuellen Vereinsmeister den Klumpen zu entreißen. In diesem Beitrag versuchen wir, wenigstens etwas Hoffnung aufkeimen zu lassen.

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Tatsächlich sind die MTB-Gladiatoren in unserem Verein alle bis auf die letzte Muskelfaser perfekt vorbereitet. Leider auch unser aktueller Vereinsmeister Reinhard. Es scheint, als habe der Schlüsselbeinbruch und die damit verbundene Operation ihn zum 8-Millionen-Dollar… äh 8-Tausend-Watt-Mann gemacht zu haben. Aber der Rest im Verein ist heiß wie das Frittenfett bei MTB am Rursee und deshalb versuchen wir mal, mit Fakten an die Sache ranzugehen.

Aussteiger und Underdogs

Leider werden wir den nach der letzten Vereinsmeisterschaft selbst ernannten Favorit Sebastian nicht mehr auf der Strecke erleben. Er hat das Mountainbike in den Ruhestand geschickt und wird dieses Jahr nicht am Start stehen. Auch keinen Transponder benötigen wir für Dany. Er weist großkotzig auf seine Sub 3 Stunden Zeit auf der 65er-Strecke von vor man weiß es gar nicht mehr hin, um dann am Renntag Prosecco auf einer Hochzeit zu schlürfen und sich an der Hochzeitstorte zu vergehen. Aber so sind sie, die Italiener, schön die große Klappe haben und dann Dolce Vita genießen. Axel muss bedauerlicherweise seine Premiere bei der Vereinsmeisterschaft aufs nächste Jahr verschieben, Transalp und Ötztaler Radmarathon strapazieren den Familien Terminplaner schon genug.

Sascha ist grundsätzlich entschuldigt. Er würde uns bei jedem Trailrunning Event in Grund und Boden rennen und dabei noch locker über die gesamte Strecke #cleanyourtrails durchführen. Außerdem schätzen wir seine Podcast- und Social-Media Qualitäten und allein das entschuldigt sein Fehlen an der Startlinie. Maren treibt sich lieber im Orbit herum, um entweder selbst eine Strecke zu scouten oder eine Strecke nachzufahren. Zudem gibt es keine Frauenwertung bei der Vereinsmeisterschaft aufgrund fehlender weiblicher Mitglieder. Aber Schildis Frau Nadine trainiert schon fleißig, um in kommenden Jahren in das Geschehen einzugreifen.

Martin wird sein Bestes versuchen, allerdings macht er immer wieder unverständlicherweise Lauftraining. Das bringt ihm bei der Vereinsmeisterschaft GAR NIX! Allerdings ist sein Versuch den Klumpen zu erobern aller Ehren wert, hat er doch auch sehr erfolgreich die Coffee & Chainrings Farben beim 24h Rennen in Duisburg vertreten. Alex steht am Anfang einiger großer Vorhaben, wie Ihr in seinem Trainingstagebuch lesen könnt. Dieses Jahr wird es voraussichtlich nichts mit dem Klumpen, allerdings sollten sich alle für 2023 warm anziehen, wenn man seine Ambitionen ernst nimmt.

Pärchenscheiss…

…gibt es bei der Vereinsmeisterschaft nicht! Weder Tim und Schildi noch Reinhard und Thomas oder Dominik und Ansgar werden als Team arbeiten können. Auch Bruderliebe wie bei T-Racer und Axel erlischt wie ein Teelicht im Orkan. Bei der Vereinsmeisterschaft wird jeder zum Einzelkämpfer, es wird sich bis aufs Blut bekämpft und jeder will der Erste im Trail sein.

Bei der Niederkrüchtner Ortssportgruppe, Dominik und Ansgar sind die Karten ohnehin klar verteilt. Ansgar wird die Pannen-Schmach vom letzten Jahr wettmachen wollen und sich jeden Trail genau anschauen und somit wertvolle Zeit verlieren. Außerdem bringt er die schweren Beine vom Ötztaler Radmarathon mit, den er zwei Wochen zuvor hoffentlich erfolgreich finishen wird. Ansgar ist somit Kandidat für das hintere Mittelfeld.

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Dominiks Trainingszustand ist seiner Aussage nach indiskutabel, aber aus sicherer Quelle wissen wir, dass das schlichtweg gelogen ist! Ergebnisse seiner Trainingseinheiten zu finden ist schwerer, als das Bernsteinzimmer zu entdecken, aber erstens lässt er Ansgar bei jeder gemeinsamen Trainingseinheit hinter sich, wenn er will und zweitens hat er beim MTB am Rursee Marathon bestens abgeliefert. Nur diverse Defekte haben einen guten Platz in den Ergebnislisten verhindert. Und clever wie er ist, hat er vor die Vereinsmeisterschaft ein zweiwöchiges Trainingslager am Fuße der Zugspitze gelegt. Wenn das Material hält, könnte der Klumpen nach Niederkrüchten gehen.

Auch wenn es schwerfällt, werden sich die Transalp-Brudis Tim und Schildi nach einem tränenreichen Wiedersehen in Widersacher verwandeln, bis die Ziellinie erreicht ist. Tim proklamiert schon seit Wochen, dass alles, was er jetzt noch auf dem Mountainbike macht, eigentlich Makulatur ist und er eigentlich mit den Gedanken schon in der Saison 2023 ist. Aber wehe er packt sein Gute-Laune-Ich am Renntag aus und montiert die richtigen Reifen, dann dürfen sich alle warm anziehen und vermutlich nur noch Tims Hinterrad auf dem nächsten Trail verschwinden sehen. Hauptsache, er vergisst nicht schon wieder einen Teil seiner Rad-Klamotten zu Hause.

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Schildi wird unbedingt den 2020 verlorenen Klumpen wiederholen wollen und er nimmt die überschüssige Energie der Transalp mit zum Vulkanbike nach Daun. Corona und Gartenarbeit in Form einer unbändigen kilometerlangen Hecke, die gestutzt werden musste, sind verarbeitet und die Zeichen stehen auf Angriff. Diesmal werden wir uns nicht fragen: „ja, woran hat et jelegen? Dat fracht man sich immer, woran et jelegen hat!“

Völlig neu im Rennen um den Klumpen ist T-Racer Thomas. Durch die Abwesenheit seines Bruders Axel muss er die Familienehre retten und den Sieg nach Hause fahren. Er hatte noch Luft, während der Etappen der TransAlp Podcast-Schnipsel aufzunehmen, diese wird ihm definitiv beim Kampf um den Klumpen fehlen, denn aller Sauerstoff wird benötigt, um die Coffeechains-Meute im Griff zu haben. Auch er ist ein würdiger Favorit auf den Meistertitel.

Zu Reinhard kommen wir aus Gründen später, aber sein Trainings- und Transalp Partner Thomas hat noch eine Rechnung mit der Vereinsmeisterschaft offen. 2021 kam er als Letzter der Coffeechains-Bande ins Ziel. Der Rennkalender vor der Vereinsmeisterschaft war einfach zu voll. Allerdings ist fraglich, ob er aus der Misere gelernt hat, denn er ist gerade noch kurzfristig als Solo-Starter bei den 24h in Duisburg für Tim eingesprungen und dann zwei Wochen später beim Adler MTB Cup kurz und schmerzvoll den Körper zu fordern. Legt man allerdings das Ergebnis des Adler-MTB-Cup und des 24h Rennen zugrunde hat Thomas durchaus Chancen den Klumpen das erste Mal zu gewinnen, denn auch die Leistung bei der Transalp stimmte.

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Leiden kann Thomas

Der Kandidatenkreis schließt sich

Letztes Jahr fuhr Björn noch außerhalb der Vereinsmeisterschaft in Daun, dieses Jahr wird er als Vereinsmitglied starten. Dass er einer der heißesten Anwärter auf den Titel ist, hat er 2021 mit einer tollen Zeit bewiesen. In seinem Trainingsverlauf sieht man, dass er es auch nicht dem Zufall überlässt, seine Chance auf den Klumpen zu wahren. Technik wird genauso geübt, wie Ausdauer.

MarkusK muss liefern! Bei der Vereinsmeisterschaft 2021 fuhr er als erster Fahrer des Vereins über die Ziellinie (er startete auf der kürzeren Strecke) und wurde als einziger nicht von Reinhard überholt. Damals noch Debütant bei einem gezeiteten Marathon, wird er dieses Jahr mit reichlich Rennerfahrung an den Start gehen. Ein kleiner Hinderungsgrund, die alten Hasen zu erlegen, könnten seine vor kurzem auskurierte Corona-Erkrankung sein. Allerdings wird er von dem Training davor zehren können und die Form bis zur Vereinsmeisterschaft wieder herstellen. Außerdem hat er seine Renntauglichkeit schon in Duisburg beim 24h Rennen unter Beweis gestellt. Wir erwarten Großes von ihm!

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MarkusK on Fire

Titelverteidiger, Top-Favorit, Lichtgestalt

Aber dieses Jahr führt der Weg zum Titel Vereinsmeister 2022 und zum Klumpen nur über Reinhard! Er hat schon bei seiner ersten Ausfahrt nach der Schlüsselbein-OP an den Hängen der Mosel bewiesen, dass er trotz oder gerade wegen der Trainingspause auf Top-Niveau fährt. Schaltung braucht er nicht, einfach Kette rechts und die Steigungen im dickesten Gang wegtreten. Danach Mega-Leistung bei der Transalp, bei der er teilweise noch seinen Teamkollegen Thomas angeschoben hat. Aktuell hat er die Altersklasse beim Adler MTB Cup gewonnen. Zusätzlich hat er noch kurz einen Orbit 360 in Niedersachsen mit 250 Kilometern und 4400 Höhenmetern absolviert. Und vor der Vereinsmeisterschaft wird er noch einen Stopp in Schierke beim Endurothon einlegen. Die Hoffnung bei den Vereinskollegen, dass er sich dort schön müde fahren wird und seine Leistung bei der Vereinsmeisterschaft nicht abrufen kann, ist vermutlich vergebens.

Mann auf Stamm
In der Ruhe liegt die Kraft

Die Hatz durchs VulkanBike-Land kann beginnen

Auch dieses Jahr hat der VulkanBike Marathon in Daun die Ehre unsere Vereinsmeisterschaft auszutragen. Der große Teil der Vereinsmitglieder wird sich schon am Freitag in Daun treffen, damit alle gut ausgeruht auf die verschiedenen Strecken gehen können. Wie in den letzten Jahren wird es Starter auf zwei Strecken geben, 65k und 100 km. Das Endergebnis wird über eine ausgeklügelte Formel errechnet. Auf der 65 km Strecke werden sich Ansgar, Markus, Dominik, Alex und Martin duellieren und auf der 100 km Strecke werden Tim, Björn, Thomas, T-Racer und Schildi versuchen irgendwie einen Weg an Reinhard vorbei zu finden. Die Taktik aus dem letzten Jahr, Reinhard die Arbeit machen zu lassen, um ihn zu schwächen, hat nicht funktioniert. Deshalb wird die Meute auf Angriff fahren müssen.

Es wird ein Spektakel und die beste Position es zu erleben ist natürlich auf der Strecke, deshalb meldet Euch auf jeden Fall noch beim VulkanBike Marathon an und seit hautnah dabei, wenn unsere Racer um jeden Zentimeter auf den Trails kämpfen. Dann erlebt Ihr auch beste Trails und Anstiege in der Vulkan Eifel und die tolle Stimmung am Monte Mausi, wo Euch Alfons Benz lautstark zu Höchstleistungen antreiben wird und Uli Heinrichs immer einen flotten Spruch zur Motivation parat hat!

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