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Distanz
72,97 km

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Höhenmeter
2.162 hm

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Level
4/5

BTA2024 Hoehenprofil Etappe 1 2

2000 Meter türmen sich die Felsen über Ehrwald auf bis zum Gipfel der Zugspitze. Der König von Deutschland, mit 2962 Metern Höhe der höchste Gipfel des Landes, ist aber ein Grenzgänger, am Gipfelgrat verläuft die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Und so steht der mächtige Klotz eben mit einem Fuß drüben in Bayern und mit einem Fuß hier in Tirol. Und gibt auch der Tiroler Zugspitzarena mit Stolz und breiter Brust seinen Namen. Nicht nur in Deutschland, auch hier im Norden Tirols ist die Zugspitze der Chef und macht Biker, Wanderer, Skifahrer klein vor Ehrfurcht – alle, die ihre Zeit im Schatten ihrer Westflanke, auf der Ehrwalder Alm, verbringen. Ehrfurcht ist ein Wort, das Transalp-Bikern nicht fremd ist.

Wer die Woche bestehen will, braucht diesen Respekt und deshalb beginnt die 2024er Auflage mit einer Schleife vor dieser Kulisse, die einen zu lehren vermag, dass Demut und Bescheidenheit gute Voraussetzungen sind, um die Transalp zu bestehen. Die Schleife lädt auch alle deutschen Starterinnen und Starter ein, noch einmal hinüber in ihre Heimat zu schauen, wenn die Stollen fast auf der Grenzlinie rollen. Dort fällt der Blick zum Eibsee, dem kleinen Stück Karibik da unten in Bayern. Nur wenige Bergseen erstrahlen so zauberhaft in sattem Türkis, wenn sie von der Sonne angestrahlt werden. Doch jetzt wird es Zeit, sich zu sammeln und die Konzentration hochzufahren für die erste rassige Abfahrt über die Ehrwalder Alm bis zum tiefsten Punkt der Zugspitzarena ganz unten im Tal der Loisach, die hier hinaus fließt nach Norden und bei Garmisch-Partenkirchen die Berge in die Ebene verlässt. Das ist aber nicht unser Ziel. Über die Berge soll es ja gehen, nach Süden in Richtung Gardasee. Bevor diese Richtung aber kompromisslos eingeschlagen wird, feiert dieser abwechslungsreiche Sightseeing-Trip durch die Arena noch eine Zugabe.

Es folgen der schöne Panoramaweg nach Lermoos, ein strammer Anstieg ins Tuftl-Tal, der ruppige Schlägle-Trail, einer der vielen Singletrails der Region, dann das sonnige Lermooser Moos und der verzauberte Lärchenwald bei Biberwier. Der beschließt diese Runde, auf der es viel zu sehen gibt. Und genauso unvorhersehbar wie die Landschaft präsentieren sich auch die Wege im Schatten der Zugspitze. Im stetigen Wechsel von Schotter- und Waldwegen, Trails und Wiesenwegen kommt in einem wilden Auf und Ab keine Langeweile auf. Jetzt kommt aber das Marienbergjoch. Es gehört zu den klassischen Transalp-Pässen und spielt wieder den Stoikern in die Karten, denen, die sich in einen Rhythmus eingrooven und klettern können, bis nur noch der Himmel im Weg ist. Von Biberwier sind noch 750 Höhenmeter zu überwinden, immer nur bergauf, Höhenmeter sammeln, das ist der Kern, die ureigene Facette der Transalp. Nur oben kommen auch die stoischen Kletterer ins Keuchen, weil das Marienbergjoch am Ende ein steiler Bock ist, der sich in den Weg stellt als wolle er den Wänden der Zugspitze Konkurrenz machen.

Geschafft! – kannst Du da oben aus dem letzten Loch nur pfeifen, weil es jetzt hinab geht ins Gurgltal, auf einer flotten Abfahrt auf Schotter. Bis schließlich von Nassereith schattige Wege am Waldrand flach weiter führen bis nach Imst, dem Ziel der ersten Etappe.


Shownotes


30.01.24 | Downloads: 367

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