Vom Wiedereinstieg zum nächsten großen Laufziel
Am Ende der Wettkampfsaison 2025 habe ich ein neues Kapitel aufgeschlagen: Laufen statt nur Radfahren. Das Ziel war mein erster Halbmarathon. Und der lief deutlich besser als erwartet. Den Rückblick dazu gibt es hier: Erstlingslauf geschafft!
Nach dem erfolgreichen Debüt hatte ich mir fest vorgenommen, über den Sommer wenigstens einmal pro Woche weiterzulaufen. Schließlich wollte ich die mühsam aufgebauten laufspezifischen Strukturen erhalten und nicht irgendwann wieder bei null anfangen müssen.
Tja, gute Vorsätze sind bekanntlich geduldig.
Von April bis September bin ich keinen einzigen Meter gelaufen. Die Laufschuhe hatten Sommerpause, während ich mich lieber auf zwei Rädern ausgetobt habe.
Anfang September war dann Schluss mit der Laufabstinenz. Der Wiedereinstieg erfolgte bewusst langsam und mit kleinen Umfängen, ein- bis zweimal pro Woche. Erfreulicherweise hielten sich der Muskelkater und die üblichen Wehwehchen in Grenzen. Auch die Fortschritte waren besser als erwartet. Von anfänglich gerade einmal 1,5 Kilometern bin ich nach rund fünf Wochen inzwischen wieder bei über fünf Kilometern angekommen, aktuell mit einem Tempo von etwa 5:30 min/km.
Das Wichtigste dabei: Ich will verletzungsfrei bleiben. Deshalb gibt es keine übertriebenen Umfänge und keine überstürzte Steigerung. Nach der langen Laufpause müssen sich Muskeln, Sehnen und Gelenke erst wieder an die Belastung gewöhnen. Die Ausdauer ist dank der vielen Radkilometer zwar vorhanden, aber Laufen ist eben doch eine andere Baustelle.
Natürlich sind die nächsten Ziele längst gesteckt
Für den Hannover Halbmarathon am 11. April 2027 bin ich bereits angemeldet. Nach meiner Zeit von 1:54 Stunden beim Debüt soll es diesmal unter 1:50 Stunden gehen. Ein überschaubarer Schritt nach vorn, aber einer, der erst einmal gelaufen werden will. Der Halbmarathon ist allerdings nur ein Zwischenziel. Mein eigentliches Laufprojekt liegt schon deutlich länger zurück.
Nach rund 20 Jahren möchte ich mich erneut dem Hermannslauf von Detmold nach Bielefeld stellen.
Die anspruchsvolle Strecke über den Hermannsweg hat es in sich. Mein Ziel ist nach wie vor die magische Marke von unter drei Stunden. Bevor es so weit ist, muss allerdings erst einmal ein Startplatz her. Die sind heiß begehrt und innerhalb kürzester Zeit vergeben. Bei der Anmeldung zählt deshalb nicht nur die Fitness, sondern auch ein schneller Finger auf der Tastatur. Es bleibt also spannend. Erst muss der Wiedereinstieg gelingen, dann wartet Hannover und anschließend hoffentlich der Hermannslauf.
Die Laufschuhe sind jedenfalls wieder im Einsatz. Und diesmal wäre es schön, wenn sie auch über den Sommer hinweg nicht erneut Staub ansetzen.
