Das erste Mal ist für die meistern Menschen eine spannende Erfahrung – Reisen mit der Deutschen Bahn können ebenso eine spannende Erfahrung sein.
Was das Ganze mit dem Mountainbikemarathon in Titmaringhausen zu tun hat, will ich euch in den nächsten Zeilen erklären.
Samstag, 05. September kurz nach 10 Uhr im beschaulichen Titmaringhausen, genauer gesagt auf dem dortigen Fußballplatz sollte es stattfinden – meine erste Vereinsmeisterschaft für meinen neuen Verein Coffee & Chainrings. Ich hatte mich für die Mitteldistanz mit 63 km und 1.800 hm gemeldet und, wie es für ein erstes Mal übliche ist, hatte ich ein leichtes Kribbeln im Bauch.

Zusammen mit Tim und Ralf ging ich um 10:15 Uhr auf die Strecke
Nach einer kurzen Einführungsrunde musste die Hauptrunde insgesamt zweimal absolviert werden. Einen 19er Schnitt hatte ich mir zurechtgelegt und habe Nicole im Prerace-Interview auch eine Fahrzeit von 03:20 Stunden prognostiziert. Ob ich das wohl pünktlich schaffen würde? Oder würde ich wegen eines Oberleitungsschadens oder Personen im Gleisbett eine Verspätung einfahren?
Nach der flotten Einführungsrunde, wo sich das Feld auf einigen schönen Trailabschnitten aber noch staute, ging ich die erste Runde zügig an. Ich merkte aber schnell: wenn ich auch noch die zweite Runde überstehen wollte, musste ich mit meinen Kräften haushalten. Also dosiertes Gas. Nach 01:48 Stunden hatte ich die Einführungsrunde und erste Hauptrunde geschafft und konnte mir die beiden deponierten Flaschen greifen – das Bordbistro hatte geöffnet… also ab auf die zweite Runde.
Leider fuhr ich nun lange Zeit im absoluten Niemandsland. Vor mir – keiner. Hinter mir – ebenfalls Leere. Dieselnd ging es allein durch Wald und Flur, bis ca. 10 km vor dem Ziel noch ein Fahrer aufschloss. Gemeinsam gingen wir die letzten Höhenmeter und Trailabfahrten an.

Zieleinfahrt auf Bahnsteig zwei
… mit einer Zeit von 03:22 Stunden auf Platz 8 meiner Altersklasse, aber leider mit einer Verspätung von gut zwei Minuten zu meinen vorher avisierten 03:20. Aber obacht, und diesmal ein ausdrückliches Lob an die Bahnchefin Evely Palla: Züge gelten erst ab einer Verspätung von mehr als 6 Minten als verspätet… Also alles im grünen Bereich…
Bei der Vereinsmeisterschaft konnte ich mich hinter Ralf auf den zweiten Platz schieben – mit hauchdünnem Vorsprung vor dem T-Racer, der schon für 2027 Attacke angekündigt hat. Mögen die schnellsten Züge gewinnen.
