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Ob der Körper das nach den Höhenmetern in Schladming so schnell mitmacht, war fraglich. Nach der Trophy war ich ziemlich platt, die Müdigkeit steckte tief in den Knochen. Die Vorbereitung bestand daher erst einmal aus einer Woche kompletter Regeneration und einer langen Einheit am folgenden Wochenende, um den Motor wieder ans Laufen zu kriegen.

Da wir hier auch ein Vierer-Team am Start hatten, war die Motivation trotz schwerer Beine da – auch bedingt dadurch, dass ich einen Teil unserer Ausstattung bei mir vor Ort hatte (unsere tollen C & C-Liegestühle, die Beachflag und das Banner).

Freitagabend ging es an den Aufbau im Stöffel-Park

Wenn man schon 24 Stunden im Kreis fährt, sollte wenigstens das Fahrerlager passen. Zusammen mit Mark habe ich unser Lager eingerichtet. Flagge dran, Banner aufgehängt, Liegestühle aufgestellt – die Optik stimmte und wir waren bereit. Am nächsten Morgen ist der Rest des Vierer-Teams angereist.

Die reinen Daten der Runde klingen unaufgeregt: ca. 4,1 bis 4,2 Kilometer mit etwas über 100 Höhenmetern. Die Strecke hat allerdings ein paar saftige, kurze Rampen drin, die ordentlich weh tun. Da war mein montiertes 30er-Kettenblatt eine gute Wahl; dieses stellte ich schon beim Abfahren der Strecke mit Mark am Freitagabend fest, und dann noch die Wettervorhersage, die für den Renntag Temperaturen von über 30 Grad ankündigte. Das ließ erwarten, dass es hart wird.

Samstag um 12:00 Uhr ging es los

Nach den harten Vorwochen hatte ich keine Ambitionen oder klare Zielvorstellungen gesetzt. Der Plan war einfach: Schauen, was geht, und als Minimalziel habe ich mir das Ankommen gesetzt.

Dass es am Ende gut lief, lag vor allem an der reibungslosen Versorgung durch das Team. Bei der Hitze tagsüber habe ich immer wieder Wasser zur Abkühlung gereicht bekommen, um es mir über den Kopf zu schütten. Der Support lief wie ein Uhrwerk, vom Start weg, durch die Nacht hindurch bis ins Ziel. Vielen Dank, Ihr Lieben, für die Unterstützung!

Nach vier bis fünf Stunden im Sattel machten die Füße Probleme. Also kurzer Boxenstopp, Schuhe wechseln und weiter.

Powernap um Mitternacht

Nach insgesamt 12 Stunden Fahrzeit, pünktlich um Mitternacht, wurde ich richtig müde. Ich bin die angefangene Runde noch bis zum Lager zu Ende gefahren, da war dann ein Powernap angesagt. Die Müdigkeit war zu groß, um im Dunkeln noch unnötige Risiken einzugehen. Allerdings zog sich die Standzeit etwas in die Länge: Ich habe ca. anderthalb Stunden geschlafen. Als um 2:00 Uhr der Wecker klingelte und mich Simon zusätzlich aus dem Schlaf holte, dauerte es noch eine Dreiviertelstunde, bis ich wieder auf dem Rad saß. Zu diesem Zeitpunkt lag ich auf Platz 12.

Danach hieß es durchbeißen, bis es morgens hell wurde. Als die Sonne aufging, stand ich laut Live-Ticker zwischenzeitlich sogar auf Platz 9. In den letzten Rennstunden wurden die Beine nach der langen Pause natürlich nicht besser. Den neunten Platz musste ich wieder abgeben, und in den letzten Runden kam es noch zum direkten Duell mit Danny Pudlich. Letztendlich musste ich mich in der letzten Runde geschlagen geben.

Am Ende steht der 11. Platz

Nach der extrem kurzen Regeneration im Vorfeld und bei den Temperaturen bin ich damit absolut zufrieden. Ein großes Danke an unser Vierer-Team, an Rebekka, Liana und Butz für die Unterstützung und an alle Fahrer, die mich unterwegs angefeuert haben. Ohne Euch hätte ich es bestimmt nicht durchgezogen.

Hervorheben möchte ich aber noch einmal: Das Stöffel Race ist eine mega feine, familiäre Veranstaltung, wo man sich gegenseitig anfeuert und unterstützt. Nächstes Jahr wieder!

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