Endurothon 2021 oder mein Körper ist doch keine Maschine

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Was soll ich sagen, es gibt Tage die sind zum Vergessen. So, aber jetzt erstmal von vorne:

Am 28.08.2021 stand wie in den letzten 10 Jahren der Endurothon in Schierke im Harz auf dem Programm. Für uns, das heißt Reinhard und mir ist es eine Pflichtveranstaltung geworden. Die Aussage vom Veranstalter: „Hör ich da ein Mutti…“ trifft den Nagel auf den Kopf. Für uns einer der härtesten und schönsten Marathons auf dem „Heavy Track“ in Deutschland.

Das Rennen findet auf verschieden Strecken statt. Es ist für jeden eine Strecke dabei, medium Track, Short Track und natürlich der Heavy Track. Es sind bis auf den Heavy Short Track immer mehrere Runden zu absolvieren. Man fährt auf allen Strecken auf der gleichen Runde, wo abhängig von der gewählten Strecke verschieden Schleifen für die verschiedenen Formate gefahren werden. Wir haben uns nach der ersten Teilnahme, die halt schon lange zurückliegt für den Heavy Track entschieden. 69 km und 2400 Hm, das klingt erstmal nicht dramatisch, aber es sind drei Runden auf einer technisch anspruchsvollen Strecke zu absolvieren, echtes Mountainbiken halt.

Feuer frei!

So jetzt aber zu unserem Rennen, wie fast jedes Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter, so auch dieses Mal. Vorher gab es Regen und nachher auch wieder. Diesmal sind wir mit fast 50 Startern auf die große Runde gegangen, die verschiedenen Rennen werden zu unterschiedlichen Zeiten gestartet. Für uns ging es um 9:30 Uhr auf den Track. Auf die Plätze, fertig, los und nach einer kurzen neutralen Phase in den ersten Anstieg hinein. Hier lief es für mich noch passabel, da ich nicht so der Schnellstarter bin, konnte ich mit Blick auf mein Powermeter den ersten Anstieg gut fahren. Dann kam der erste Trail, entspannt runter und dann kam der erste technische Bergauftrail und hier merkte ich schon, das fühlt sich heute komisch an.

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…aber nur ne kleine Flamme

Na ja jeder kennt das, meistens fängt man sich dann auch wieder…..aber es sollte nicht so kommen. Ich konnte die gewohnte Leistung nicht auf die Pedale bringen und obwohl ich mich mit Gels gut ernährt hatte, merkte ich, dass die Kohlenhydrate im Körper nicht ankamen. So kämpfte ich mich über die ersten zwei Runden und ich hatte das erste Mal daran gedacht auszusteigen. Letztes Jahr habe ich noch meine persönliche Bestzeit gefahren, war ich dieses Mal davon Meilenweit entfernt. Aber da aufgeben eigentlich keine Option war, ging es ab in die dritte Runde und jeder kennt das bestimmt, wenn man dann total platt ohne Motivation und Kraft sich ins Ziel schleppt…. Analysieren, abhaken und für neue Aufgaben Wappnen.

Jetzt aber mal etwas Positives fürs Team und vor allem Reinhard, bei ihm lief es richtig gut. Er war auf den Punkt fit und konnte mit Spaß und Power über die drei Runden brettern. Am Ende kam der 4. Platz in der AK (bei uns alten Ü50) heraus.



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Thomas Siemes