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Distanz
64,44 km

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Höhenmeter
2.138 hm

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Level
4/5

BTA2024 Hoehenprofil Etappe 7

Relaxen ist am Sonntag. Wer nach Etappe 6 davon träumt, es bereits geschafft zu haben, wird am Samstag wachgerüttelt. Diese Schlussetappe saugt noch einmal an den Körnern und lässt auch auf anspruchsvollen Trails keine Lethargie aufkommen.

Diese Schlussetappe hat zwar weniger Kilometer und Höhenmeter als die Etappen davor. Sie mit dem Prädikat „leicht“ zu markieren, wäre aber vermessen und überheblich. Auch an Tag 7 ist nochmal eine ordentliche Prüfung zu bestehen mit allen Charaktermerkmalen einer Transalp-Etappe. Sie beginnt mit einem letzten strammen Anstieg über fast 1000 Höhenmeter hinauf über die Malga Ringia weiter zur Malga Pura. Über diesen Almen beginnt in den steilen Wiesen ein schmaler Pfad, der sich hoch über dem Lago di Roncone in Richtung Norden schlängelt. Hier ist eine sichere Fahrtechnik ebenso gefragt wie Konzentration, weil Wurzeln und Steine hier und da eine clevere Linienwahl fordern, wenn es flüssig da durch gehen soll. Das ist aber alles in allem ein cooler Trail, der nie brutal schwierig ist, aber doch immer ein wenig holprig und fordernd. Es ist aber vor Allem ein schöner Trail, weil er zunächst oben zwischen Lichtungen und Waldstücken wechselt und immer wieder freie Blicke hinunter ins Chiesetal zulässt. Und erst später, wenn er ganz im Wald verschwindet, zur Abfahrt wird. Es ist auch deshalb ein cooler Pfad, weil er einen erst nach saftigen fünf Kilometern auf dem Forstweg ausspuckt, auf dem es schließlich weiter bergab geht.

Unten, wieder im Chiesetal angekommen, beginnt der vergleichsweise entspannte Mittelteil dieser Etappe. Von Pradibondo müssen wir jetzt auf asphaltierten Waldwegen wieder zügig zurück nach Zuclo, wo wir am Tag davor hergekommen sind. Auch der Passo Duron, ein 400-Höhenmeter-Straßenanstieg, ist einfach zu bewältigen. Er erschließt das weitläufige Val Lomasone, das Bauernland im Backstage-Bereich des Gardasees, mit dem Bühneneingang zum letzten Akt – dem Passo del Ballino ganz im Norden. Dorthin führen durch dieses Tal Forstwege, Karrenwege und Seitenstraßen ohne dabei groß Höhenmeter zu sammeln. Und von Ballinio, dem kleinen Weiler unterhalb des Passes, rollen Rennradfahrer jetzt einfach nur hinab zum Gardasee. Für alle Transalp-Starterinnen und -Starter wird nun aber der letzte Akt eingeläutet. Nach dem ruhigen Mittelteil steigt die Anspannung auf dem Weg ins Ziel. Eine letzte Kletterpartie über rund 400 Höhenmeter fordert noch einmal die Muskeln, vor allem auf dem steilen, rumpeligen Karrenweg von Bastiano hinauf nach Callino. Und auf den letzten Metern hinauf auf erdigen Waldwegen zum Einstieg der letzten Trailabfahrt.

Hier startet der Bespana-Trail im lichten Wald auf der Sonnenseite. Der Naturpfad aus der Kategorie „gefällt allen“ macht richtig Spaß und wird nur an einer Stufe für wenige Meter etwas anspruchsvoller. Deutlich knackiger präsentiert sich der Nomesino-Trail, ein für den Lago typischer, steiniger Karrenweg mit losem Geröll, herum liegenden Steinen und dem extra Rüttelfaktor. Auf dieser letzten, rund 1,2 Kilometer langen Technikprüfung der Transalp ist also noch einmal eine gute Linienwahl und volle Konzentration gefordert. Und wenn die Konzentration schon einmal hochgefahren ist, empfiehlt es sich, diese bis zur Ziellinie in Arco hochzuhalten. Denn die Asphalt-, Beton- und Schotterwege durch die Olivenhaine und Vororte sind gespickt mit Kreuzungen und Abzweigen, die einen zu vorausschauendem Fahren zwingen. Erst in der Viale delle Magnolie, der Magnolienallee in Arco, ist die Transalp 2024 nämlich wirklich geschafft.


Shownotes


12.03.24 | Downloads: 433

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